Tauchplätze in Sachsen und Sachsen-Anhalt      zurueck zur Übersicht

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Mike H.      Tauchen im Osten     18 Aug 1998

>Kann jemand sagen, ob's im ehemaligen Ostdeutschland
Schön ausgedrückt, besser geht nicht:-)))
>schöne Seen gibt. Kennt jemand einen guten Platz zum Tauchen?

- Kulkwitzsee, oft super
(im Zentrum der Karte, Grünau Siedlung)

- Sandersdorf, flach aber klar und warm:-)
(nach Norden)

- Hufeisensee Halle,
   richtiger Name?? aber man erkennt ihn auf der Karte

- Löbejün, sollte man
einmal gesehen haben,
(nach NNW)

- Elster-Saale-Kanal sehr flach;-) aber viel Fisch

  (nördlicher Rand der Karte, bei Dölzig, Burghausen)

Soviel erstmal zu meinen abgeschnurrten Ecken.

Auf der Karte sieht man noch den Cospudener See, östlich Knauthain)


Brian B. 03.05.1999
> Gibt es eigentlich schon irgendwo ein Buch oder eine Datenbank über Tauchplaetze in Sachsen ?
Es gibt ein ganz gutes Buch von Falk Wieland über Tauchplätze in Ostdeutschland. (ISBN kann ich dir bei Interesse schicken). Ist zum Kennenlernen der Seen ganz nett, aber leider wird m.E. zu wenig auf die eigentliche Tauchtauglichkeit der Seen eingegangen. Ich hätte mir da mehr Information zum See anstelle der Sehenswürdigkeiten im Umland gewünscht - eben einen TAUCH-Reiseführer. So kann es sein, daß Du auch mal in der Brühe landest.

Der Senftenberger See bei Dresden soll ganz nett sein.
Du kannst aber auch mal einen Blick auf meine Homepage werfen, da gibts auch Beschreibungen von Seen aus erster Hand (werd ich demnächst mal erweitern, hab nur so wenig Zeit). Ich weiß jetzt nicht, ob da auch einer speziell in Sachsen liegt, aber die Gegend um Leipzig-Halle-Bitterfeld hat so einiges an guten Seen zu bieten - das ist ja dann auch nicht so weit von Sachsen entfernt.

Z.B. die Förstergrube bei Sandersdorf kann ich Dir empfehlen.
Neben den "illegalen" Einstiegen gibts auf dem Campingplatz auch eine Basis.
(ehemaliger Braunkohletagebau,  Sicht >10m,  Tiefe: ca. 12 m, Mondlandschaft).

Schön ist auch der Gützer Berg.
Ich war am Wochenende gerade in beiden Seen (Förstergrube & Gütz) und kann nur schwärmen. Das Schöne ist, das diese beiden Seen nicht von Tauchern überlaufen sind (bis zu dieser Mail wahrscheinlich ;-)) und gute Wasserqualität bieten. Die Förstergrube läßt sogar schon Gebirgsseefeeling aufkommen - so klar ist das Wasser. In beiden Seen ist der Unterwasserbewuchs sehr schön. In der Förstergrube gibts seltener Fisch (große Schleie) zu sehen. Im Gützer Berg kann man zwei Häuschen betauchen und es gibt einen schönen Flachwasserbereich mit Fisch satt !
Das wirklich Schöne ist, daß dort nicht so viele Taucher sind, denn die meisten fahren ja an den Kulkwitzer See und Löbejün, die in der Nähe liegen. Ich hab mal am Wochenende in Löbejün vorbeigeschaut und mich herzlich amüsiert. Jetzt weiß ich, wie manch einer zu den horrenden Tiefenangaben dort kommt: Durch die vielen Taucher steigt der Wasserspiegel ;-). Wahrscheinlich muß man aufpassen, wenn man lostaucht, daß nicht zuviele Taucher drin sind, sonst stürzt man ab - in die stehende Luftsäule. :-O

Anhaltinischer Wels (Michael Niedorf - TSC Halberstadt)

Foto: Michael Niedorf - TSC Halberstadt


Weitere Tauchplätze in Sachsen und Sachsen-Anhalt  in alphabetischer Reihenfolge       zurueck zur Übersicht


Ammelshain

- A14 bis zur Abfahrt Klinga, kurz nach Ortseingang Ammelshain rechts ab,
- links vom Einstieg in 2m Tiefe kleine Höhle, manchmal mit Wels,
logo-bergwitzsee.gif (6183 Byte)


Bergwitzsee           im Naturpark Dübener Heide, Wassersportpark Bergwitzsee

Zitat aus der Beschreibung durch die Tauchbasis:
Der Bergwitzsee hat einen Umfang von 9 km und eine Fläche von ca. 180 ha. Seine tiefsten Stellen betragen über 30 Meter, in ihm finden sich viele Fische wie Hechte, Barsche, Zander, Schleien und sogar Edelkrebse.
Das recht steil abfallende Ufer führt zu dem sandigen Grund. Die schönsten Tauchplätze befinden sich rund um die Insel und in einer Bucht namens "Silbersee".
Am Grund des Sees ist eine  Tauchroute abgesteckt, welche auch zu einem versunkenen Wrack, einem großen Ruderkutter, führt.


Crottendorfer Steinbruch

- idyllisch gelegener Steinbruch in 800 m Höhe mit einem weit verzweigten Höhlensystem über mehrere Etagen,
- Maximaltiefe liegt bei 24 m, man trifft auf Karpfen, Muscheln,
- in Tiefen oberhalb von 10 Metern meist nur Sichtweiten von maximal 5 Metern, darunter klar und 10-15m Sicht, Lampen erforderlich!
- Tauchen ist jeden Sonntag möglich, an Tauchverein mit eigener Füllstation sind 10 DM Einstiegsgebühr zu entrichten,
- B95 Richtung Annaberg, in Annaberg rechts auf B101 Richtung Aue, in Schlettau links nach Crottendorf abbiegen,
- Anmeldung: Tauchverein Schogi e.V., Tel. 03733/ 288675 und 51150       http://www.tauchverein-schogi.de/


Edderitzer See

- entstand schon in den 50er Jahren, als der Braunkohle-Abbau dort nicht mehr lohnte,

Anfahrt:
- von Magdeburg aus B 71 in Richtung Halle und weiter auf der B 185 in Richtung Köthen, 3km vor Köthen in Großpaschleben nach rechts Richtung Kleinwülknitz, in Wülknitz in Richtung Grobzig und dann an der zweiten Kreuzung nach Edderitz,

- Tauchgenehmigung beim Tauchclub Hurrican, Edderitz, Tel. 034976 32538, auch Füllmöglichkeit,


Greifenbach-Stauweiher Geyer

- Tauchshop mit Füllstation,
- 4-m-tiefes Gewässer eignet sich eher zum Schnorcheln,


Gützer Berg (Porphyr-Steinbruch)

Sicht im Tiefen ca 3-4 m und im Flachen >6m,

Tiefe: ca. 14 m in einer Ecke, ansonsten 6-8m,


Hasenbruch

Der Hasenbruch ist ein max. 25m tiefer Steinbruch. Wenn man ihn uW umrundet (etwa 50 min), wechseln sich Steilwände und Geröllhalden ab. Man sieht gespenstische Bäume, Schienen, Loren und einige Treppen. Rechts vom Einstieg befindet sich in 9-10mTiefe eine kleine Höhle, die 10m in den Fels reicht. Vom Einstieg führt ein Stahlseil zur Höhle und andere zu den restlichen "Sehenswürdigkeiten".
Es gibt
Barsche, Hechte, Karpfen, Zwergwelse, Zander und Krebse. Auch Störe sollen schon gesehen worden sein

Der Hasenbruch ist an einen Laden verpachtet, den KP Waffen- und Jagdsport in Riesa, Arndtstrasse 4a, Zuständiger: Axel Niederleig, Telefon: 03525 736059. Tauchen ist aber nach Entrichten einer Gebühr erlaubt. Die Genehmigungen bekommt man im Geschäft des Pächters oder auch auf der Tauchbasis am Steinbruch Wildschütz. Wer per Vorkasse 5Euro mit Datum und Autonummer auf das Konto vom Pächter überweist, erhält auch so die Genehmigung.  Konto: 1072404, BLZ: 85094984, Inhaber: Waffen u. Jagdsport Riesa.

Anfahrt:
- A14 bis Abfahrt Leipzig-Ost, weiter die B107 über Machern nach Wurzen und den Wegweisern nach Torgau folgen,

- hinter Wurzen dann nach links in Richtung Lüptitz und Röcknitz, durch Lüptitz und Kleinzschepa, aber nicht bis Röcknitz,
- man fährt vorher auf eine Anhöhe zu (oben scharfe S-Kurve), rechts noch vor dieser Anhöhe sieht man ein kleines Waldstück,

- dahinter geht am Waldrand ein Feldweg rechts ab, diesem folgen bis zu zwei unbewohnten Gebäuden,
- auf dem Grundstück gabelt sich der Weg, man fährt nach links (Schranke) und erreicht die Parkmöglichkeit fast direkt am Steinbruch,
- ein steiler Weg führt zum Steinbruch,
Luftbild des Steinbruchs in Kirchberg


Kirchberger Steinbruch, Pinkfoß ?                                                          

- Zwickau Richtung Schneeberg, in Wilkau-Haßlau nach Kirchberg abbiegen, Richtung Autobahn fahren,
- gegenüber Tankstelle befindet sich Tauchbasis,

- Bruch ist max. 13m tief und bietet mäßige Sichtverhältnisse, 1-5m.
- aber einige Fischarten, Hechte, Wels, Aale, Barsche, Karpfen,Krebse, Muscheln,
- guter Einstieg über eine Treppe bis ins Wasser,
- alte Steinbruchgerätschaften • Übungsplattform auf 6 m,


- Betauchen ist auf Anfrage möglich, TC Neptun Kirchberg, Bernd Eißmann, 037602 64770,
- Ansprechpartner auch Tauchshop Flipper, Moritzstr. 25, 08056 Zwickau, Tel. 0375 281114,


Königshainer Steinbrüche

- in Naturschutzgebiet gelegene Granitsteinbrüche,
- direkte Anfahrt ist genehmigungspflichtig und das Tauchen gebührenpflichtig (Görlitzer Tauchsportverein),
- Anfahrt und Einstieg mitunter recht beschwerlich, Marschweg wird durch klares Wasser in schöner Umgebung belohnt,
- neben Relikten aus der Tagebauzeit findet man auch versunkene Bäume und einige wenige Fische,
- die meisten der Steinbrüche erreichen Tiefen von über 30 m.
- zu erreichen sind die Spots über die A4, Abfahrt Niesky, Richtung Königshain.


3 Steinbrüche bei Löbejün

Steinbruch 1 Löbejün Steinbruch 2 Löbejün

Der Einstieg am ersten Steinbruch ist einfach, der mittlere ist eher für Kletterer geeignet, beim dritten erricht man über einen steilen, schmalen Pfad den Einstieg.
Erster Steinbruch:
Sichtweiten im Jahresdurchschnitt um 5 bis 10m, steil abfallende Felswände bis 15m Tiefe, Krebse Barsche und Moderlieschenschwärme, Schiene und Loren als alte Hinterlassenschafte,
Zweiter Steinbruch:
noch nicht geschafft,
Dritter Steinbruch:
schon 1948 geschlossen und dann voll gelaufen, maximale Tiefe ca. 12m, Sicht meist etwas schlechter als im ersten Felsenkessel, Drehscheibe für die Grubenbahn und ein Pumpenhaus, viele Amerikanische Flusskrebse und einige Barsche,

Herbst 2002: Die Chaoten haben's geschafft, die Löbejüner Steinbrüche sind für Taucher gesperrt :-(((                   zurueck zur Übersicht


Naunhofer Kiessee

Den Namen hat der See wohl von dem Kies, der zum Autobahnbau benötigt wurde, oder vielleicht auch nur, weil er direkt an der Autobahn liegt. Wenn man ihn aber von dort sieht, ist man schon eine Ausfahrt zu weit.
Wenn kein Badebetrieb ist, kann diese sehr klare Kiesgrube von der Oberfläche an bis auf den Grund bei 25m klare Sicht bieten ! Ist ziemlich steil abfallend und erinnert ein bisschen an eine Mondlandschaft. Aber ab und zu kommt dann doch ein Fisch vorbei !

A14, Abfahrt Naunhof/Beucha, dann steht der See schon auf dem Schild ! Parken manchmal gebührenpflichtig (kommt auf euren Mut an, weiterzufahren).
Ein guter Einstieg ist gleich bei Einfahrt und mit ca. 100m Fußmarsch verbunden. Ein anderer guter Einstieg ist halb um den See herum an der Badestelle.
Ein Besuch lohnt sicht - es muß nicht immer Kulkwitz sein.


Oberrabenstein-Stausee

- max. 7-m-tiefer Badesee mit wenig Bewuchs und Fischen,


Oberwald-Stausee

- etwa 10-m-tiefer Badsee, im bewachsenen Flachwasserbereich einige Aale.
- Auskunft: Tauchschule Sachsenluft, Tel.: 0371 5905168


Pretziener Steinbruchseen

R.u.W.Blume         Datum: Fri, 16 Oct 1998
>ich kenne nur den blauen See bei Rübeland- meinst Du den?
>Der würde mich nämlich interessieren, kann man dort tauchen, bzw. wie tief ist der eigentlich?

Die tiefe des Blauen See's liegt bei 6 bis 8m. Er ist sehr kalkhaltig (dadurch die blaue Farbe). Es liegt teilweise sehr viel Müll drinn. Es reicht von der Größe des See's aus, wenn du mit einer Schnorchelausrüstung anreist.
FAZIT: Nicht empfehlenswert.

>Kanst Du auch was über die Gommeraner Seen schreiben, Tiefe, Sicht,
Diese 3 Seen kann ich nur empfehlen. Vor ca. 2 Monaten waren Sichtweiten von bis zu 15 m vorhanden.
Das tiefe Bohrloch .... ich glaub das ist Taucherlatein.

Datum: Fri, 26 Jun 1998
>>Wer kann mir sagen wo sich im Raum Magdeburg sehenswerte Tauchplätze
>>befinden. Ich war bisher nur im Süplinger Canyon und im Barleber See.
>Weiterhin gibt es einen Tauchladen in der Heidestrasse (Sudenburg).
>Hab dort mal gefragt, wo die so tauchen und bekam einen stillgelegten Steinbruch irgendwo suedlich von Magdeburg genannt (war Richtung Schoenebeck, glaube ich). Hab die Bezeichnung des Sees aber leider vergessen.

Die Seen, die Du meinst, liegen in Pretzin zwischen Gommern und Schönebeck. Es sind 3 Seen die miteinander verbunden sind:
Tiefensee
Steinbruchsee
(22m tief, 12ha groß)
Felsensee.
Sind recht sehenswert, allerdings keine Fische (aber schöne Steilwände). Im Sommer nicht so gute Sicht, da BADEBETRIEB.

Zitat:
Von der Tauchbasis aus kann man über eine Eisentreppe einsteigen, vor dem Tauchen bei der Basis anmelden. An der Tauchbasis befinden sich ein Kompressor und Möglichkeiten zum Anrödeln. Die Tauchbasis ist nur an Wochenenden und nur teilweise im Winter besetzt.
Die beiden Steinbruchkessel Tiefer See und Blauer See sind mit steigendem Wasser zusammengewachsen. Der oftmals sehr klare (leicht saure) Steinbruchsee hat einen ganz besonderes Flair durch einen überfluteten Wald. Sonst kann man nur noch einige Libellenlarven finden. Das Durchtauchen der einzelnen Seen in einem Tauchgang ist möglich


Waldsteinberg

- privater Steinbruch, Anmeldung an der örtlichen Tauchbasis,
- A14 bis Naunhof, ca. 1 km Richtung Brandis, dann links abbiegen "Waldwinkel",
- Anmeldung: Taucherparadies Sachsen, Waldwinkel 11, 04821 Waldsteinberg,
  Tel.: 034292 72541; Öffnungszeiten: Mo, Di, Fr 14-18 Uhr, Do 14-20 Uhr, Sa 9-12 Uhr


Wittgensdorfer Steinbruch

- kleiner Bruch am Rande von Chemnitz,
- Sicht ist nur an weinigen Tagen im Jahr zufriedenstellend,
- hier leben Karpfen und Aale,
- unterhalb von 7m dunkel und trüb.


zurueck zur Übersicht                                      Letzte Änderung: 20.05.14