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Watt is denn nu mit dem TÜV - 2 oder 5 Jahre? Schutz beim Flaschentransport
Kennzeichnung Flaschen (TC Münster) Gesetzeslage: Transport von Tauchflaschen (Oliver Meise)
Farbgebung von Flaschen (Westfalen AG)
Flaschen mit ausländischer Bauartzulassung Druckgeräteverordnung letzte Änd. 6.1.2004
Alles zum Thema Tauchgeräte (Unterwasser) Betriebssicherheitsverordnung   letzte Änd. 23.12.2004
Flaschenlatein (Scuba Sicherheitstechnik)
Flaschen reinigen und lackieren Vereisen von Ventilen und Reglern PDF (Karl Kramer)
Instandsetzung von Flaschen (Scuba Sicherheitstechnik)
EU-Konformitätserklärung (232-bar-Flasche) PDF (dtuag)

Hersteller von Flaschen:
Jens K.      kn-project
> Nur mal so am Rande. Kaum ein Vertreiber baut Flaschen selber. Scubapro z.B. verkauft Flaschen von Faber.
> Also geht beim Flaschenkauf nicht über den Vertreiber sondern vergleicht den wirklichen Hersteller, wenn man denn schon was vergleichen muss. Ich würde mehr auf das Ventil schauen als auf die Flasche.

Nicht so ganz. Wer meint, eine gute Flasche für ein paar Mark/ Euro zu bekommen, ist auf dem "falschen Dampfer". Grundsätzlich spielen die Bestandteile des Stahls (Legierung) eine nicht unerhebliche Rolle. Diese Zusammensetzung ist durch einen Zahlen-Code in der Kenn-Nummern-Reihe am Flaschenhals zu ermitteln.
Ein ebenfalls recht guter Anhalt ist ein Blick auf das zulässige Minimal-Gewicht der Flasche. Eine "Gute" wiegt bei gleichen Maßen ca. 1kg mehr, verglichen mit einem "Billigprodukt".
Flaschen-Hersteller

 

 

 

 

 

 

 

ROTH        Roth Frankreich

Sollte jemandem eine gute Qualität grundsätzlich zu teuer sein, wird er damit leben müssen, daß er halt regelmäßig etwas (egal was auch immer) neu benötigt.
IMHO gute Hersteller, auch gebraucht: IWKA (Mannesmann), Heiser !!

Norbert R.
Es gibt in Deutschland nur 2 Stahlflaschen-Hersteller und zwar
1. Mannesmann (IWKA)
2. Apolda Flaschen in Apolda
aber es lohnt sich nicht, dort zu kaufen, denn du musst immer ein Los kaufen, und ein Los sind 200 Flaschen je Größe.


Hans-Georg
>Jetzt will ich das aber genauer wissen?
> Soweit ich weiss, sind bei uns in der BRD 90% aller Flaschen von Faber oder Seemann. Wo soll da der große Qualitätsunterschied liegen?

SeitenanfangDie Faber Flaschen kommen aus Italien und sind sehr leicht. Ich würde mir keine kaufen und verkaufe sie auch nicht an meine Kunden.
Seemann stellt keine Flaschen her, auch wenn Seemann im Hals eingeschlagen ist. Diese Flaschen stammen aus Apolda.
Die Apolda Flasche wie auch die Mannesmann Flasche sind von hoher Qualität in der Fertigung und Stahllegierung.
Die Heiser Flaschen aus Österreich, naja. Über Qualität lässt sich streiten. Aus Erfahrung halten sie auch nicht lange. Vor allem, weil unglaublich aber wahr, Tauchflaschen ohne Verzinkung produziert worden sind.
Zu guter Letzt gibt es dann noch die Firma Roth aus Frankreich, die aber meines Wissens zur Zeit keine Tauchflaschen nach Deutschland ausliefern. Diese sind in der Qualität ebenfalls top.


Anonymus:
>> Der wirkliche Unterschied liegt eigentlich im Herstellungsverfahren der Flasche.
>> Interessant sind dann die Gewichtsunterschiede. So wiegt eine 10l Flasche von Faber + - 10,8 kg.
>> Die der meisten anderen Hersteller jedoch bei...
> Die Materialeinsparung durch unterschiedliche Herstellungsverfahren (kaltgezogene Flaschen (z.B. IWKA) gegenüber sog. *Schwerstahlflaschen*) schlägt sich deutlich im Gewicht und wegen (nahezu) identischer Dichte des verwendeten Stahls ebenso im Abtrieb nieder.
> Dazu kommt die Verwendung von Stahl unterschiedlicher Güte. Stahl höherer Güte hält mehr Druck aus,  die Wandstärke kann geringer gewählt werden, die Flasche wird leichter _und_ hat weniger Abtrieb.
Es gibt grundsätzlich 2 gängige Verfahren zur Herstellung von Stahlflaschen.
Die leichteren Flaschen werden aus runden Blechscheiben (Ronden) auf einer Presse mit etwa 400 Tonnen kaltgezogen, d.h. in eine oben offene Becherform gebracht. Der Becher wird dann an der oberen Öffnung erhitzt (meistens durch Induktion, aber auch im Ofen) und auf einer Rollmaschine oben zusammengedrückt. Daher ist der Halsteil dann auch im Material etwas dicker (schwerer). Ideale Aufbewahrung wäre also über Kopf !:-))
Beim anderen Verfahren wird aus einem Rohr ein entsprechendes Stück abgeschnitten und dann an beiden Enden zusammengerollt. Wenn man so eine Flasche mal aufsägt, sieht man auch, wie sich das Material am Boden ziemlich tief nach innen, in die Flasche hineinwölbt. Das macht (gleiches Material vorausgesetzt) das unterschiedliche Flaschengewicht aus.
Richtig auffällig wird das bei kleinen Westenflaschen. Da gibt es ältere Flaschen (kaltgezogen) und die neueren, die fast alle aus Rohr gerollt sind, die sich schon beim "in die Hand nehmen" vom Gewicht her erheblich unterscheiden.
Natürlich kommen noch die Einflüsse der unterschiedlichen Stahlqualitäten hinzu, das ist aber gegenüber dem Gewichtsunterschied, der durch das Herstellungsverfahren bedingt wird, sekundär.
Wenn wir mal davon ausgehen, dass eine 10-l-Flasche wirklich 10 l Inhalt hat, dann geht der Gewichtsunterschied auf das Konto des zusätzlich verwendeten Materials. 2 kg mehr Stahl haben ein Volumen von ca. 0.25 l (bei einer Dichte von 7.85 kg/1000cm²), also hat so eine Flasche einen zusätzlichen Abtrieb von etwa 1.75 kg. Hört sich dramatisch an, ist es aber gar nicht so sehr, oder empfindet jemand den Gewichtsunterschied einer vollen zu einer (fast) leeren Flasche als so erheblich, dass es einen vor Tarierprobleme stellt? Wenn ja, sollte man vielleicht den "Perfect buoancy - no touchdown - hovering - Special" wiederholen oder einfach tarieren lernen!
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Hersteller Apolda Stahlflaschen GmbH
Hersteller Luxfer
Historische Kugelflasche (30er Jahre)
So kann's aussehen!

L.: Eigentlich wollte ich mich ja raushalten aus diesem für das regelungswütige D blamablen Tohuwabohu, aber naja...

TÜV für 2 oder 5 Jahre ???

Oskar Sch. schrieb am 9. Januar 2003 in de.rec.sport.tauchen
Die bestehende Druckbehälterverordnung (DruckbehV) wird künftig ersetzt durch die "Betreiberverordnung". Verabschiedung durch den Gesetzgeber voraussichtlich Anfang 2002.
So wie es ausieht, gibt es eine wiederkehrende Prüfung (TÜV) nicht mehr alle 2 Jahre, sondern im Rahmen der EU-Anpassung alle 5 Jahre.
Allerdings ist alle 2,5 Jahre eine visuelle Inspektion der offenen Flasche durch einen Sachkundigen durchzuführen. Sachkundenachweis kann man erwerben, man braucht dann nur noch ein Endoskop, schon kann der geneigte LD seinen Service erweitern ;-)
Die Abdrückung erfolgt alle 5 Jahre. Fazit: alle 5 a mehr zahlen, alle 2,5 a etwas weniger.

Aber: Das Ventil war und ist Bestandteil des Druckbehälters und damit zusammen mit ihm zu prüfen.
Aber das wurde bisher bei vielen LD schon falsch gehandhabt ;-)))

Beschriftung Druckluftflaschen
Seitenanfangund nochmal am 10.1. 2003:
Das ist jetzt die Info über neue Regelungen, die ich fand:
In der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) werden alle Arbeitsmittel geregelt. Mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt tritt sie in Kraft.
Zuordnung:
Arbeitsmittel -> Anlagen -> "überwachungspflichtigen Anlagen" ->Füllanlagen, Gasflaschen, Rohrleitungen (nach §2)

Dazu kommt noch die Druckgeräteverordnung, welche die Druckgeräterichtlinie (in EU: pressure equipment directive; PED) umsetzt.
Diese ist relevant für Herstellung und Vertrieb von Druckgasbehältern (DGB). Für den Betrieb der DGB gilt die BetrSichV. Sicher ist, dass die Gasart nicht mehr eingestempelt wird.
Prüffristen: 5 Jahre für wiederkehrende Gesamtprüfung,
2,5 Jahre für wiederkehrende Sichtprüfung.

Die EG-Richtlinie "ortsbewegliche Druckbehälter" (TPED, transportable pressure equipment directive) regelt den Transport (in Verbindung mit ADR, vormals auch GGVS)
Es gelten dann:
DIN EN 1968 (Issue 9/02) wiederkehrende Prüfung (Stahlflaschen),
DIN EN 13096 Bedingungen für das Füllen von Gasen. einzeln (Entwurf),
DIN EN 13099 Bedingungen für das Füllen von Gasgemischen (Entwurf).

Anja Sch. ergänzte am 19.1.2003 und stellte richtiger
(bischen Polemik gesnippt):
Wo immer Du den Text vom 09.01.03 gefunden hast (Quellenangabe?), er ist korrekt.

1. Die Betriebssicherheitsverordnung ist am 02.10.02 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und seit 01.01.03 rechtsgültig.

2. Wenn Deine TÜV-Stelle noch nach "altem Prinzip" stempelt, liegt das daran, das es eine Übergangsfrist bis 31.12.2005 gibt.

3. Es gibt weder ein Gerücht noch eine Extrasuppe. Die Fristen der wiederkehrenden Prüfungen sind im Anhang B zur DIN EN 1968 für "Unterwasser-Atemgeräte" festgelegt: 2,5 Jahre Innenbesichtigung und 5 Jahre volle Besichtigung.

4. Die Einführung der Richtlinie über ortsbewegliche Druckgeräte (TPED) ist für die Verfahren zur Genehmigung von Gefäßen für den
Gefahrguttransport von Gasen gedacht und hat mit dem Transport von Flaschen durch Taucher überhaupt nichts zu tun, auch nicht "kaum".

5. Tauchgeräte sind keine "Betriebsmittel" sondern Technische   Arbeitsmittel im Sinne des Gerätesicherheitsgesetzes.
Voilà die Quellen:
www.bundesanzeiger.de
www.druckgeraete-online.de
www.beuth.de
SeitenanfangWeitere (unscharfe) Aussagen
zum Flaschen-TÜV oder auch direkt beim TÜV

Schwedische Tauchflasche durch den TÜV bringen

Theo G. schrieb dazu in de.rec.sport.tauchen

> Was muss ich tun, um das TÜV-Siegel zu bekommen? Mit welchen finanziellen
> Mehraufwand ggü. einer "normalen" TÜV-Prüfung muss ich evtl. rechnen?

 
Ich hatte 10 Jahre lang das gleiche Problem mit Luxfer-Flaschen mit italienischer Bauartzulassung.

Es gibt drei Möglichkeiten (das war damals die Aussage des TÜV-Sachverständigen in München):
1. Du gibst die Flaschen in Schweden zum TÜV. Das ist eigentlich am einfachsten. Die Preislage ist mittelmäßig.

2. Du beantragst eine Bauartzulassung für die Flaschen in Deutschland (oder mittlerweile für Europa). Dazu brauchst Du aber mindestens drei Flaschen: Eine wird nach den Tests zersägt, die zweite wird durch Maximaldruck zum Platzen gebracht. Alle Flaschen mit Produktionsnummern dazwischen (hoffentlich die dritte Flasche - also gut aufpassen beim Sortieren) sind dann bauartzugelassen und können normal geTÜVt werden. Die Preislage ist etwas anspruchvoller.

Ich habe jahrelang die dritte Methode praktiziert:

3. Damit Flaschen mit ausländischer Bauartzulassung in Deutschland zumindest einmal gefüllt werden können, gibt es eine Sonderprüfung.
Die besteht aus exakt den gleichen Tests wie der normale Flaschen-TÜV, wird aber auf der Flasche anders gestempelt.
Du bekommst einen Stempel mit der Aufschrift "TÜV" plus  Nummer der Prüfstelle plus kein Datum der Wiederholprüfung (der normale Stempel ist "TÜ" !!! (ohne "V") plus Nummer plus Datum der Wiederholprüfung). Den Unterschied erkennt mit Sicherheit keine Füllstelle - jedenfalls dann, wenn Du das Problem mit dem fehlenden Datum selbst korrigierst. Die Prüfung kostet genausoviel wie der normale TÜV.
Die Schwierigkeit dieser Vorgehensweise ist zweierlei: Erstens mußt Du einen TÜV-Menschen finden, der das Verfahren kennt (was nicht für jeden zutrifft), und zweitens hast Du eine Flasche, die Du eigentlich nur einmal füllen darfst und dann sofort ins Ausland verbringen musst - aber damit kann man leben.


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Flaschenfarben für verschiedene Gase

Geplatzte Speicherflasche auf einem Boot
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Zusatzfilter für die Zwischenschaltung beim Befüllen aus unbekannten Kompressoren, um Wasser, Öl und andere Verunreinigungen ncht in die eigenen Flaschen gelangenzu lassen
   

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