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Querschnitt-Skizze CG45 Funktionsprinzip Mistral Der neue Mistral Un Mistralopithèque Mistral heute genutzt

2-Schlauch-Held aus der US-Kult-Serie Sea Hunt, die offensichtlich stark zur Verbreitung des Tauchsports beitrug!Mistral2006 - Ich hab's endlich über mich gebracht, mir in Frankreich einen (alten) Mistral und seinen jüngeren Bruder, einen Royal Mistral, einigermaßen preiswert zu kaufen, nachdem mir schon viele geraten hatten, die (oder eher den Royal)  meinen MEDIs vorzuziehen.

Beide waren altersgemäß erheblich versifft, ließen sich aber mit Essig, Öl und Ultraschallbad wieder wasserfein machen. Die Schläuche waren iO, eine Hauptmembran und ein Entenschnabel auch, die andern Gummis konnte ich mit USD-Teilen ersetzen.

Wie fällt die Betrachtung auf dem Trockenen aus?
Gehäuse und Ausatemventil des Mistral (Bild oben) gleichen sehr dem MEDI, schwer, robust und großräumig. Die Schläuche sind etwas grobrippiger aber wesentlich weicher und dehnbarer als die des MEDI. Das Mundstück ist sehr einfach und ohne Pendelventile (!). Royal Mistral
Das Reglerventil im Inneren ist aber derartig einfach, besteht aus so extrem wenig Teilen und ist so unkompliziert zu demontieren, dass man vor den Entwicklern einfach den Hut ziehen muss! Das ist Ingenieurkunst!

Der Nachfolger Royal Mistral hat ein leichteres und kleinräumigeres Gehäuse (gleicher Durchmesser, aber  flachwinkligere Kegelstümpfe) und wirkt dadurch moderner und gefälliger. Man ist erstaunt, darin das absolut gleiche Reglerventil vorzufinden wie im älteren Bruder. Aber wenn es gut war,...  
Hauptvorteil der Weiterentwicklung sind aber auf jeden Fall die feinrippigen weichen und dehnbaren Schläuche mit großem Querschnitt und das leichte Mundstück mit großem Durchmesser für den Luftstrom und perfekten großen Flatterventilen.
Wenn das der MEDI hätte,...
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Ab in's Wasser damit!Wie ist der Vergleich (mit MEDI) im Wasser?
Alors, ich war gestern mit meinem MEDI und dem nach Vorschrift eingestellten Royal Mistral im Steinbruch und habe beide (nacheinander) bis 30m (nur kurz, weil im Shorty) beatmet.
Man wird mich natürlich (ost-)teutonischer Voreingenommenheit zeihen, aber die beiden kann man wohl garnicht vergleichen.
Bien, soyons poli, das Mundstück des Mistral ist so leicht und die Schläuche sind so flexibel, dass man sie fast nicht merkt. Aber das Atmen im Vergleich zum optimal eingestellten MEDI ist besch...eiden. Man will Luft, es kommt lange nichts, dann kommt ein Klumpen Luft und schlägt die Stimmritzen an die Kehlkopfwand. Sicherlich kann man sich daran gewöhnen, genug Luft kommt jedenfalls. Dagegen aber der samtweiche Einsatz des MEDI, der genau dann mehr Luft bringt, wenn man danach verlangt.
Lageabhängig regeln sie natürlich beide. Beim MEDI setzt aber auch das Abblasen in Rückenlage weich ein, der Mistral schlägt auch hier plötzlich zu und fetzt fast das Mundstück weg, noch etwas gewöhnungsbedürftiger als der MEDI.

Fazit: Ich werde Mistral-Schäuche und Mundstück an den MEDI bauen und damit optimal weiter tauchen!
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11/2008
Inzwischen habe ich einen Ägypten-Tauchurlaub (Mangrove Bay) mit meinem Royal Mistral hinter mir. Entscheidend für den Vorzug gegenüber dem MEDI war hier das deutlich geringere Gewicht im Tauchgepäck. Er wurde entweder bei Hausriff-Tauchgängen bis 30 m allein an einer 10-l-lang verwendet oder mit T-Stück gemeinsam mit einem Poseidon Cyclon bei Bootstauchgängen, um die misstrauisch äugenden fremden Buddies nicht weiter zu beunruhigen.
Das Tauchen mit Shorty, 2 kg Blei, der leeren und unbenutzten Wingblase als Alibi und nur dem RM an der Flasche war einfach grandios in seiner Leichtigkeit. Man ist wie ein Freitaucher unterwegs und merkt das Gerät mit der Zeit garnicht mehr. Durch die Lungentarierung entwickelt man auch ein Gefühl dafür, wann die Flasche langsam leer wird. Zur Not wäre ich einfach zum Steg zurück geschnorchelt. Das gilt natürlich nur für solche Einfach-TG.
An die Injektorwirkung, die mich wie oben gesagt anfangs sehr störte, habe ich mich schnell und unbewusst gewöhnt, sodass das Atmen einfach unproblematisch war. Wenn's mal etwas schwerfiel, änderte man automatisch die Lage im Wasser.


Durch die Einstufigkeit und den Injektor haben die Mistrals ein ganz spezifisches Atemverhalten, das JC im SDHR-Forum gut zusammengefasst hat:
L'effort inspiratoire décroît au fur et à mesure de la baisse de pression dans la bouteille. Donc, en début de plongée, bouteille pleine, ils sont durs, et la position horizontale est la pire.
Si tu diminues la force du ressort du clapet, tu passeras en débit continu en fin de plongée. Il faut plonger en position verticale (ou inclinée à 45°).

D'autre part, la manière de respirer est différente: afin de bénéficier de l'assistance venturi, il faut avoir une respiration "haute" en prenant de grandes inspirations violentes, avec apnée inspiratoire et expiration forcée brève, ou expiration continue lente, avant un nouveau cycle inspiratoire violent (mettre la langue devant l'embout).
Une respiration souple et régulière telle qu'on la pratique avec les détendeurs actuels conduit immanquablement à l'essoufflement.

Dernier point : le seul réglage (en matière de dureté) qu'on puisse faire sur ces détendeurs consiste à travailler sur les diamètres des (5) trous de la buse pour affiner le venturi. C'est chaud.

Adresse La SpirotechniqueDer Mistral
ist einer der Tauch-Automaten mit der längsten Produktionszeit, 1955-85, wenn man beide zusammen nimmt. .
La Spirotechnique, der Hersteller, wurde 1945 in Frankreich eigens mit dem Ziel gegründet, solche Regler für das freie Tauchen zu produzieren, übrigens von Air Liquide, wo Monsieur Gagnan, einer der maßgeblichen Entwickler, arbeitete. Ein anderer Mitwirkender war der einigen vielleicht namentlich bekannte Marineoffizier Cousteau. 
In Weiterverfolgung vieler historischer Vorentwicklungen (Condert, Rouquayrol&Denayrouze, McKeen, Le Prieur, Commeinhes,...), aber vor allem durch systematische praktische Erprobungen und die Umsetzung mit den damals modernen technologischen Mitteln kam endlich ein praxistaugliches, robustes und preiswertes Gerät auf den Markt.
Produktionsbeginn der Regler-Typen Das war 1946 aber zunächst garnicht der Mistral, sondern ein gänzlich anderer Regler, der CG45 (Cousteau/Gagnan 1945, Patent 1943, Skizze siehe oben), ein zweistufiger und relativ komplizierter Regler,  der aber auch bis Mitte der 50er Jahre weiter gebaut wurde (u.a. als USD Aqua-Lung), wie auch noch einige andere, weniger verbreitete Typen (Nargilé, ...).
Vom CG 45 gab es vier Typen, erkennbar an ihren Plaketten:
1 Grande Plaque "La Spirotechnique SARL" 3 Petite plaque "La Spirotechnique" SA
2 Petite plaque "La Spirotechnique SARL" 4 Petite plaque "La Spirotechnique"

Die Forderung nach dem robusten Allwetter-Arbeitstier erfüllte man aber erst mit dem Mistral, der ebenfalls nach einem Patent von Cousteau&Gagnan ab 1955 gebaut wurde. Der Regler wurde mit großem Erfolg von der Firma U.S. Divers auch in den USA auf den militärischen und sportiven Markt gebracht und u.a. von der italienischen Firma Spiro Sub in Lizenz gefertigt bzw. verkauft.

Die zeitliche Einordnung eines Mistral lässt sich gut nach der auf der Plakette eingeprägten Hersteller-Adresse vornehmen:
bis 1956 6, rue Cognac Jay, Paris VII.
1956 bis 1962 27, rue Trébois, Levallois
ab 1962 92, rue Marius Aufan, Levallois

Vergleich des französischen und des amerikanischen Mistral

Ein gewagter Vergleich in der prinzipiellen Rolle des Mistral, natürlich gaaanz anders, ist sicher der mit der Kalaschnikow als Produkt, unverwüstlich, billig, systemübergreifend, weitest verbreitet,... (aua).
1959 hatte La Spirotechnique 100.000 Tauchgeräte produziert, 1962 dann 200.000!
Mistral von La Spirotechnique Royal Mistral von La Spirotechnique
SeitenanfangDa das Reglerventil bei beiden Entwicklungsstufen völlig gleich ist, werde ich hier im Text keine besondere Trennung vornehmen. Die Weiterentwiclung des Mistral zum Royal Mistral um 1960 traf genau die Punkte, die kritisiert wurden, das zu große Volumen, die fehlenden Pendelventile im Mundstück und die wenig flexiblen schweren Schläuche. Mit den entsprechenden Verbesserungen machte der Regler einen großen Schritt vorwärts in den Gebrauchseigenschaften, ohne dass die eigentliche Reglertechnik auf den Stand der Technik angehoben wurde. Die Vorteile dadurch erschienen zu gering, als dass man dafür den genial einfachen und billigen Aufbau und die einfache Wartung aufgeben wollte. Die Beliebtheit bis in die 80er Jahre gab dem wohl Recht.
Prinzip-Bild des Mistral Royal Mistral mit INT-Anschluss Royal Mistral mit DIN-Anschluss
Querschnitt-Mistral, Klick für Vergrößerung Royal-Mistral mit HD-Abgang für ManometerBeide Mistral können mit INT- und mit DIN-Anschluss genutzt werden, die DIN-Welle wirkt aber irgendwie drangepappt (siehe oben).

Genauso unglücklich und fragil finde ich den in der zweiten Entwicklungsstufe reingewürgten HD-Anschluss, um ein Manometer für den Flaschendruck anschließen zu können (siehe oben).

Der Blick auf die Querschnittsdarstellung zeigt die herausragenden (und oft nachgeahmten) Konstruktionsdetails der Mistral.
INT-Anschluss anpassenSeitenanfangDas ist einerseits die sehr geringe Anzahl von Teilen, die auch noch einfach geformt sind, und das auf den Einatemschlauch gerichtete Injektorrohr, das sehr beim Luft-Fördern hilft, wenn einmal angeatmet wurde. Beim Mistral mit dem ventilfreien Mundstück hat das manchmal dazu geführt, dass der Automat noch weiter blies, wenn man mit dem Atemzug schon fertig war.

Wenn man den Mistral oder Royal Mistral heute nutzen will und keinen DIN-Anschluss ergattern konnte, muss man noch ein kleines Problem lösen.
Der alte französische INT-Anschluss (l'étrier) hat einen geringfügig (<1mm) größeren Durchmesser am Regleranschluss (siehe Pfeil rechts) als der heute verbreitete (englisch/amerikanische) INT-Anschluss. Man muss also einen INT-DIN-Adapter etwas ausfräsen oder den Regler-Anschluss abdrehen. Letzteres ist einfacher und sinnvoller, da man den Regler sonst auch wieder nicht direkt an üblichen INT-Ventilen betreiben kann. Das geht zur Not auch an Ständerbohrmaschine oder Drechselbank mit der Feile, Drehbank aber bevorzugt. Der Chrom an der Stelle ist natürlich hinüber.


Mistral in der Kiste 3-Flaschen-Gerät mit Mistarl

Einsatzumgebungen des Mistral

Mistral bei Cousteau im Einsatz

Technische Daten:
- einstufiger, membrangesteuerter Kompaktregler,
- max. Luftlieferleistung 700l/min (MEDI 350l/min),
- Schlauchlänge je 45cm, Gewicht etwa 1,6kg
- wartungsarm und vereisungssicher,
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Mistral 111300 Royal-Mistral 111100
Vergrößern mit Klick! Expl.-Darstellung des neueren Royal-Mistral 111140
(mit HD-Abgang)
Gehäuse, Mundstück und Hauptmembran des Mistral SeitenanfangDie Gebrüder Mistral sind zwar wartungsarm, aber zumindest, wenn man sie versifft bekommt oder nach einer intensiven Saison in Salzwasser wird man sie schon mal öffnen, entsalzen/entkalken und die Gummiteile pflegen.
Zuerst sollte man sich nochmal das äußere Bild einprägen (Ein- und Ausatemschlauch, Winkel der Schlauchstutzen usw.), damit's beim Zusammenbauen schneller geht.
Der Regler öffnet sich bei Entfernen des Spannringes. Je nach Umfang des Vorhabens kann man vorher die Schläuche entfernen und mit Fitwasser gründlich spülen. Den Entenschnabel sollte man auch herausnehmen
Gehäuse und Hauptmembran des Royal Mistral
und gemeinsam mit der Hautmembran mit Fitwasser abwaschen, hinterher gründlich spülen, trocknen lassen und schließlich eintalkumieren.
Nun ist noch das Reglerventil in der Unterschale übrig. Die beiden Membranhebel fallen schon allein raus, aufpassen, dass sie sich nicht verkrümeln. Wenn man jetzt die beiden Imbus-Schrauben und die Mutter auf der Einstellschraube löst, kann man die Hebel-Grundplatte entfernen, den Ventilstößel herausziehen und den Einstell-Rändel einschließlich Madenschraube herausdrehen. Letztere scheint mir das heikelste Teil des Reglerventils zu sein.

Das sind wirklich alle Teile!

Ventilstößel

Injektorrohr

Ventilgehäuse mit Made für  Einstell-Rändel

Ventilkolben mit Dichtung

Ventilfeder

Filterscheibe

Seegerring
Klick vergößert!
Die Rändelmutter auf der Madenschraube und die Madenschraube im Ventilgehäuse sind entweder festkorrodiert oder von Schlaumeiern mit Schraubenlack befestigt. Der Imbus in der Made ist aber viel zu klein, um eine größere Kraft zum Losbrechen zu übertragen..
Ventil des Royal Mistral mit dem HD-Abgang Außerdem sieht das Gewinde zwar wie M5 aus, hat aber einen geringfügig abweichenden Flankenwinkel oder Steigung, so dass man die Made ungern zerstören möchte. Ich habe eine M5-Mutter geschlitzt, sie zartfühlend draufgedreht und konnte so mit dem Schraubstock zufassen. Genauso sollte man natürlich nicht mit M5 nachschneiden, weil's dann irgendwo klappert.
Wenn man jetzt die Ringmutter am INT-Bügel oder die DIN-Welle abdreht, am besten im Schraubstock, kann man das Ventilgehäuse aus der Unterschale ziehen.
3D-Schema des Mistral-Ventils (Je m'excuse mille fois, j'ai trouvé ces dessins à une page francophone, mais j'ai oublié ou.)
Mistral-Reglerkern SeitenanfangDie PVC-Dichtung ist ziemlich unverwüstlich und meist wiederverwendbar. Mit einem 10er Maulschlüssel lässt sich das Injektorrohr herausdrehen. Es hat keine Dichtung.
Für den Seegerring am Hochdruckeingang nimmt man eine Seegerringzange, so man hat, oder eine kleine Spitzzange (Bild rechts). Wenn man die beiden Ohren des Ringes zusammendrückt, kann man ihn aus seiner Nut heben. Mit einer spitzen Nadel fummelt man noch die Filterscheibe heraus, wenn die Feder sie nicht herausdrückt, und kann dann Feder und Kolben mit der Dichtung herausziehen.
Nun ist der Regler in alle seine wenigen Einzelteile zerlegt und die Metallteile können alle gemeinsam im Ultraschallbad gereinigt werden
Sprengring für den Luftfilter mit kleiner Spitzzange entnehmen
Mistral-Reglerkern - direkt angeschlossen Nach dem Zusammenbau (noch ohne Hebelwerk) sollte man eine Dichtigkeitsprobe machen. Das geht beim Mistral wunderbar, indem man den Reglerkern direkt ohne Gehäuse an ein Ventil schraubt (Bild links). Sollte das Hochdruckventil leicht abblasen (Wasserprobe), ist meist die Ventildichtung zerfurcht. Das kann man gut nacharbeiten, indem man den Ventilstein bei geringster Drehzahl in der Ständerbohrmaschine leicht und immer leichter auf sehr feinkörnges Schleifleinen und zuletzt auf Leder drückt (Bild rechts).
Nach dem Einbau in die Unterschale, der völig unproblematisch ist, kann man das Hebelwerk auf richtige Höhe im Verhältnis zur Membran einstellen.
Ventilsitz nachschleifen
Einstell-Lehre für Hebelhöhe im Mistral Das geht am bequemsten mit einer Lehre (Bild links), die auf dem Rand der Unterschale aufliegt und einen 3-mm-tiefen Ausschnitt hat. Man zieht die beiden Imbus-Schrauben für die Grundplatte an, schraubt aber die Kontermutter auf dem Gewindestift der Einstellschraube noch nicht fest.
Mit der Rändelmutter wird jetzt die Grundplatte so weit verbogen (nicht schön aber wirksam), bis der Hebel an den oberen Rand des Ausschnittes in der Lehre stößt. Dann zieht man die Kontermutter fest. Damit ist die Einstellung erledigt.

Originales Mistral-Mundstück SeitenanfangDas (Standard-) Mundstück des Mistral ist ein reines T-Stück aus Ms-Blech ohne Tellerventile (Aquastopp), siehe Bild links, also nicht mehr zeitgemäß. Man sollte es durch ein Royal-Mundstück ersetzen (und hat damit eigentlich funktionell einen Royal aus dem Mistral gemacht, bis auf das größere Innenvolumen des Mistral).

Neben diesem Standard-Mundstück gab es auch eines mit Schraubringen, um den Regler auch an Vollgesichtsmasken nutzen zu können.

Verschließbares Mundstück des Mistral von GODEL
Damit die Schläuche trotz fehlender Pendelventile beim Mistral nicht voll laufen, wenn man das Mundstück aus dem Mund nimmt, gab's in der Luxusausführung (Militär) ein verschließbares Mundstück.

Das Mundstück des Royal Mistral ist für mich (fast) DAS ideale Mundstück für Kompaktregler, leicht, mit großen Querschnitten, mit idealen Tellerventilen und einfach zu demontieren. Einziger Nachteil scheint mir das integrierte Biss-Stück zu sein, Royal-Mundstück in Einzelteilen Mundstück-Ventile des Royal
das so keine Anpassung an das Gebiss des Tauchers zulässt. Es scheint auch keine verschiedenen Größen gegeben zu haben. Die Lösung, wie sie beim Mistral war und heute an den zweiten Stufen üblich ist, scheint mir einfach günstiger. Man steckt das Mundstück auf, was einem angenehm ist.
Das Mundstück gibt auch noch die Möglichkeit, einen Halsriemen einzuklinken. Das erschien mir aber unnötig, und deshalb habe ich die Gummilaschen einfach abgeschnitten, da sie auch stören, wenn man den Halsriemen nicht nutzt.
Flatterventile im Royal Mistral
Der Ersatz von originalen Gummi-Flatterventilen (links) ist schwierig. Es gibt zwar im Bootsbedarf Teile, die denen von Spirotechnique entsprechen (lenzen von Schlauchbooten, die sind aber teuer (4,50 Euro/Stück).

Guter und preiswerter Ersatz (Silikon) kann aus USA bezogen werden, deren Stängel sind aber dicker, und der Anschlag ist weiter oben.
Wenn man aber in den Originalaufnahmen die Löcher auf 3,2 mm aufbohrt und eine entsprechend aufgebohrte M3-Mutter aus Edelstahl aufsteckt, sind die USD-Flatterventile ein perfekter Ersatz für die Originale. Sie atmen sich genauso leicht wie diese.
Das Silikon der USD-Teile ist unverwüstlich, man braucht sich um sie also nie wieder zu kümmern.

Mundtstücke Royal Mistral
Ein weiteres Problem bei den RM-Mundstücken kann bei alten Teilen das Fehlen der Spannbänder sein, die die Schlauchstutzen im Mundstück-Körper halten.

Die Nylon-Bänder mit Schraube (etwa 1 1/2" Durchmesser) lassen sich ersetzen durch wieder lösbare Kabelbinder. Wenn man die kürzt, stehen sie nur unwesentlich weiter vor als die Spannbänder mit Schrauben.
Um das Mundstück zum Austrocknen bequem zu öffnen, sind sie aber ideal geeignet.


Ausatemventil Mistral Oberschalen und Ausatemventile (Entenschnabel, bec de canard) von Mistral und Royal M. sind sehr ähnlich. Die Ventile lassen sich gegeneinander austauschen. Man nimmt also, was man gerade bekommt, z.B. auch von USD.

Wenn man den Mistral/Royal Mistral zum Tauchen verwenden möchte, ist dieser übergestülpte Gummistutzen, über den dann der Ausatemschlauch geschoben werden muss, sehr unzweckmäßig.
Ausatemventil Royal
Auch hier sollte man die unter Verbesserungen genannten Möglichkeiten für eine andere Befestigung oder ein anderes Ausatemventil nutzen. Damit können die Faltenschläuche regelmäßig nach dem Tauchgang entfernt und getrocknet werden.

Originaler DIN-Anschluss DIN-Anschluss für den Royal Mistral
Den RM bekommt man heute überwiegend nur mit einem INT-Anschluss, der auch ganz zweckmäßig ist, wenn man ihn mit einem Zweitregler kombinieren will, um HD- und MD-Abgänge zu gewinnen.
Wenn der Regler aber doch mal ohne Zusätze eingesetzt werden soll, kann der schnell montierbare DIN-Anschluss interessant sein, der im Original aber relativ schwer beschaffbar ist.
Er benötigt zwei Muttern auf dem Reglerstutzen, eine, die den Regler in die Gehäuseunterschale presst, und eine andere, die den DIN-Stutzen auf dem Regler hält (Bild links).

Neuer DIN-Anschluss für den Royal Mistral

ZwischenringNach einer Empfehlung von Christian Jeanrond ist dafür der Umbaukit vom Mares MR12 geeignet (ab 44 Euro in Internet-Shops), der auf das Gewinde des Anschlussstutzens des RM passt. Da der Stutzen etwas zu lang ist, muss ein Ring aus Kunsstoff oder Ms zwischengelegt werden. Dieser Adapter kommt so mit nur einer Mutter aus.
Der Ring ist 3 mm dick, hat einen Innendurchmesser von 20 mm. Der Außendurchmesser ist etwa 30 mm. Man kann ihn z.B. aus Kunststoff-Plattenmaterial mit einem Kreisschneider ausschneiden. Das Innenloch macht ein Stufenbohrer (Bild rechts).
Der DIN-Stutzen wird mit einem 32er Maulschlüssel festgezogen und ist auch schnell wieder gegen den INT-Anschluss ausgetauscht. Wenn man's geschickt anstellt, muss man dazu nicht einemal das Reglergehäuse öffnen.


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Letzte Änderung: 28.01.15

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