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Wirkungsweise des Kompaktreglers (Bsp. Hydromat)


Der Lungenautomat 62004 G 01 in Kompaktbauweise (1. und 2. Stufe in einem Gehäuse) besteht aus einem Hochdruckteil (Druckminderer), einem Niederdruckteil und dem lungengesteuerten Mundstückventil. Es handelt sich also um einen zweistufigen Lungenautomaten.
Der Lungenautomat wird mittels einfacher Handverschraubung (1) mit dem Ventil oder der Brücke an den Druckluftflaschen verbunden. Ein Rundring (2) sorgt für eine selbsttätige Dichtung mit Hilfe des Hochdruckes.
Beim Einatmen entsteht im Einatemschlauch (3) und damit im Raum (4) ein Unterdruck, welcher die Membran (5) des Lungenautomaten zum Durchwölben bringt. Sie drückt dabei durch ihr Mittelteil aus Metall den Hebel (6) entgegen der Kraft der Schließfeder (7) herunter, wobei sich das Ventil (8) öffnet und den Atemgasstrom freigibt. Ist die Einatmung beendet, d. h. der Unterdruck läßt nach, geht der Hebel (6) unter der Wirkung der Schließfeder (7) in seine Ausgangslage zurück, die Atemgaszufuhr ist unterbrochen. Beim Offnen des Ventiles (8) fällt der Druck im Mitteldruckraum (9) ab, die Kraft der Stellfeder (10) überwiegt, und der Druckminderer wird über den Bolzen (11) und den Schließbolzen (12) geöffnet. Es strömt solange Atemgas im Druckminderer nach, bis das Kräftegleichgewicht wiederhergestellt ist. Mit veränderter Tauchtiefe sorgt der Lungenautomat selbsttätig für den Druckausgleich.
Der auf die Membran (5) wirkende Wasserdruck öffnet das Ventil (8) über den Hebel (6) solange, bis sich im Raum (4) und den Atmungsorganen der Druck entsprechend der Tauchtiefe eingestellt hat. Das Ausatmen geschieht über den Ausatemschlauch (13) und das Ausatemventil (14). Im Mundstück sind zusätzlich ein Ein- und Ausatemventil angebracht. Das Einatemventil verhindert ein Eindringen von Wasser vom Mundstück aus in den Einatemschlauch und den Lungenautomaten, und das Ausatemventil vermeidet, daß im Ausatemschlauch vom Mundstück aus eingedrungenes Wasser den Taucher beim Einatmen behindert. Der Einatemschlauch läßt sich vom Lungenautomaten zwecks besserer Reinigung abschrauben.

Seitenanfang1. Stufe (Druckminderer)
Der Druckminderer reduziert im Zusammenwirken mit dem Ventil des Hochdruckteils den Flaschendruck auf den eingestellten Mitteldruck. Er besteht aus dem Gehäuse (7), der Membrane (8), die mit dem Gewindering (9) eingespannt ist, wobei ein Verziehen durch die zwischengelegte Scheibe (10) verhindert wird.
Die Kraft der Stellfeder (11) wird über einen Membranteller (12) auf die Membrane übertragen. Die richtige Einstellung der Federspannung und damit des Mitteldrucks erfolgt mit der Schraube (13).

Die Stellfeder ist teilweise durch eine Wellblech-Manschette bandagiert. Die Verbindung zwischen Membrane und Schließbolzen wird durch Scheibe (14) und Bolzen (15) hergestellt.
Die Befestigung des Druckminderers im Unterteil (16) erfolgt durch die Mutter (17) wobei eine Scheibe (18) zwischengelegt ist.
Dichtigkeit wird durch den O-Ring (19,3 x 2) erzielt. Gegen Verdrehung der Teile gegeneinander schützt das U-Blech (20). Die Dichtigkeit zwischen Anschlußzapfen und Druckminderergehäuse wird durch die Kupferdichtung (21) erreicht.
Seitenanfang2. Stufe
Auf dem Krater des Druckminderers der 2. Stufe sitzt der Ventilteller (22), dessen Stock in der Buchse (23) geführt wird.  Diese wird durch die Platte (24), die mit der Schraube (25) befestigt ist, gehalten. Zwischen Buchse und Ventilteller sitzt die Druckfeder (26), die das Ventil in Ruhelage abdichtet. Geöffnet wird es durch das Herunterdrücken des Hebels (27), dessen kurzer Arm die gekonterte Mutter (28) und damit den Ventilteller nach oben schiebt.
Das Gehäuse
Das Reglergehäuse besteht aus zwei gedrückten Ms-Schalen unterschiedlicher Wandstärke und nimmt die Bauteile des Reglers auf.
In der Unterschale (16) ist der Druckminderer befestigt, außerdem der Stutzen zur Befestigung des Einatemschlauches. Unter- und Oberteil (29) werden durch den Spannring (30) zusammengehalten, dazwischen sitzt die Hauptmembrane (31), deren Außenring auch für die Abdichtung sorgt. Die Membrane besitzt im Zentrum eine biegesteife Metallplatte.
Im Oberteil sitzt im Stutzen des Ausatemschlauches das Ausatemventil (32, Entenschnabel), das zusammen mit dem Faltenschlauch befestigt ist.
Die ältere Ausfuhrung des Reglers (Bild unten) unterscheidet sich im wesentlichen nur durch die Ausführung der 2. Stufe von der bisher beschriebenen.
In der Bohrung über dem Krater der 2. Stufe sitzt der Schließbolzen (1), der durch die Wandung der Bohrung bei der Bewegung geführt wird.
Der Hebel (2) besitzt einen schwenkbar befestigten Stift (3) und wird durch die Feder (4) am Druckminderergehäuse angelenkt.

Das Schließen des Ventils bewirkt die Druckfeder (5), das unmittelbare Öffnen jedoch im Unterschied zur vorher beschriebenen Variante der Zwischendruck im Druckminderer, wenn bei Einatmung der Hebel durch die Membrane herabgedrückt wird.

Der Atemanschluß
Der Einatemschlauch ist mit Schlauchanschluß und Überwurfmutter am Stutzen der Unterschale (16) befestigt und mit einem Flachgummiring abgedichtet.
Die Mundstückkammer (T-Stück, 1) trägt das Gummimundstück, im Inneren die Richtungsventile (2), die auf Ventilhalterungen aus Plast sitzen. Auf der Ausatemseite wird das komplette Ventil durch die Distanzbuchse (3) gehalten. Die Schlauchanschlüsse (5) werden durch Überwurfmuttern befestigt und mit den Gummiflachdichtungen (4) abgedichtet.

Altes Tauchen -> Technik --> Kompaktregler ---> Seitenanfang Letzte Änderung: 09.11.2014 Seitenanfang