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Andere Regler: MEDI Hydromat Royal Mistral Voit Trieste Heinke Merlin Mk VI

Disclaimer:
Hier werden Arbeiten an unter hohem Druck stehenden Reglerteilen beschrieben, die bei Fehlfunktionen sehr gefährlich werden können. Es handelt sich daher NICHT um Bauanleitungen, sondern nur um Beschreibungen von Arbeiten, die ich ausschließlich für mich persönlich ausgeführt habe. Von einer Nachahmung wird dringend abgeraten!


Zielstellungen sind wiederum:
- Anschluss für ein Finimeter,
- Anschlüsse für zwei MD-Geräte,
- optimale Positionierung des Reglers,
- optimale Schlauchführung,


Ein MD-Abgang war anfangs am Snark III und auch an meinem Teil nicht realisiert. Dafür bieten sich jedoch Möglichkeiten:
MD-Anschluss-Adapter, Klick für alle Anschlüsse!
1. Man ersetzt die Abschlussschraube 2994 der zweiten Stufe (rechtes Teil) durch einen dann später von Nemrod bereitgestellten Adapter 1 auf ein modernes MD-Port (UNF 3/8", linkes Teil). Dessen Gewinde fängt aber leider noch etwas weiter oben an, so dass die Einschraubtiefe noch geringer wird als beim Deckel. Ich habe die Flachdichtung 8443 deshalb durch eine nur 1-mm-dicke (Fahrradschlauch) ersetzt.
So ragt der MD-Schlauch aber senkrecht zurück auf das Flaschenventil (gelber Schlauch) und kommt sich mit dem in die Quere. Günstig sollte man hier einen MD-Swivel (siehe unten) oder noch besser ein T-Stück einsetzen. Damit gehen die Schläuche für Zweitregler und Inflator zur Seite weg. Es könnte aber nicht an jedem fremden Ventil auf schöner, kleiner Insel passen!
Natürlich kann man auch in die Anschlussschraube 2994 ein Gewinde 3/8" schneiden, wenn man den Adater 1 nicht zru Verfügung hat.

2. Man ersetzt, bei Verwendung eines gegen den Druck dichtenden Zweitreglers, das Sicherheitsventil durch einen Adapter 2 auf einen MD-Port (M10x1 auf UNF 3/8"-24).
Damit lässt man den MD-Schlauch günstig nach unten weggehen oder setzt auch dort ein T-Stück ein, von dem Inflator und Zweitregler zur Seite abzweigen.

Werksmäßige Ausführung,
Faltenschläuche nach oben, Flaschen-Anschluss auf 6 Uhr

Alle Anschlüsse des Snark III, Klick zeigt Adapter 2 genauer!
Und man umgeht damit auch die Probleme der geringen Einschraubtiefe am Deckel der zweiten Stufe und der Kollision mit dem Ventil. Auch von der Montierbarkeit am Ventil her erscheint mir die Lösung, an Adapter 2 ein T-Stück einzusetzen und Adapter 1 nicht zu verwenden, die beste zu sein. Aber ich will's erstmal in der Routine testen.

Im Bild rechts kann der Regler durch die auf der Grundplatte verdrehte Unterschale (siehe Vorschlag unter Verbesserungen) so montiert werden, dass alle Anschlüsse gut am Flaschenventil vorbeigehen.
Nemrod mit allen notwendigen Anschlüssen, Klick zu Seitenansicht


Meine Anschluss-Variante
.1:

Flaschenanschl. auf
.10.Uhr

(siehe auch unten)

Die Schläuche schmiegen sich schön an die Flasche. Rechts ist der Inflatorschlauch am Anschluss des ursprünglichen Sicherheitsventils, der zu meinem verlegten Inflator führt, dann der gelbe Schlauch zum Zweitregler, der über ein Winkelstück angeschlossen wurde und links der Schlauch zum Finimeter.
Nemrod Snark II mit allen Adaptern Meine Lösungsvariante 1 für den Nemrod Snark III mit herkömmlichen Adaptern sieht schließlich aus wie links gezeigt.
Ein Finimeter wird über einen Adapter 3/8" auf 7/16" links eingeschraubt. Der Adapter bleibt am Regler, um das Gewinde zu schonen.
Der potenzielle MD-Anschluss, der parallel zum Flaschenanschluss liegt, wird nicht verwendet. In ihm bleibt die ursprüngliche Abschlussschraube (siehe Bild) oder der MD-Adapter mit einem 3/8"-Blindstutzen.
In das Port für das Überdruckventil mit M10x1 wird der Adapter auf 3/8" eingeschraubt. Dahinein kommt ein MD-Verzweiger für den Inflator und den Oktopus-Schlauch.

Damit ist der Nemrod Snark III (gemeinsam mit dem Siebe Merlin Mk6 und dem Trieste Mk22) der einzige und am besten verfügbare und preiswert erhältliche alte Zweischlauchregler, der ohne große Zusätze voll in moderner Umgebung einsetzbar ist.

Nemrod Snark III mit MD-Verteiler Bei Anschlussvariante 2 bleibt der Flaschenanschluss noch auf 10 Uhr, also gegenüber dem Originalzustand verdreht, wie unten gezeigt. Nur der MD-Verteiler wird so geändert, dass die Schlauchführung noch besser wird (ein MD-Schlauch war noch zu sehr auf die Flaschenschulter gerichtet).

Der Verteiler wird gleich in das M10x1-Gewinde des ehema- ligen Si-Ventils geschraubt, wodurch nichts mehr über den Gehäuserand ragt.
MD-Verzweiger statt Adapter

Demontierter Verzweiger

Der Oktopus-Schlauch geht nahezu waagerecht vom Regler weg, der Inflatorschlauch zeigt auf den zugehörigen Anschluss am Wing.
Für die Wing-Blase bleibt zwischen Regler und Flaschenschulter genügend Platz für den Überströmkanal.

Snark III mit HD-Winkel und MD-Verzweiger Jaaa gut, mit der Variante 2 hätte man leben können. Aber ich wollte gern den Flaschen- anschluss auf 12 Uhr bringen, um die Membran noch einige mm tiefer zu bekommen. Dazu müssen die MD-Schläuche nach rechts weggehen und der HD-Schlauch 90° abknicken.
Und so habe ich die Variante 3 für den Snark III wie neben- stehend realisiert.
Der Anschluss für das Überdruck- ventil wird mit einem Blind- stopfen verschlossen, wodurch sehr viel Platz für die Wingblase bleibt. An den MD-Port wird ein Verzweiger angeschlossen, der hier noch verbessert werden kann (Ports können noch 5 mm enger zusammen).
HD-Anschluss-Winkel
Neuer MD-Anschluss
Montierte Anschlüsse Regler an der Flasche mit Schläuchen
Die Schläuche schmiegen sich optimal an die Flasche. Die Membran ist so tief wie möglich. Nun werd' ich's mal zum Tauchen nutzen ;-)

Snark III Montage nach untenDer Flaschenanschluss ist beim Snark III weit außerhalb des Zentrums des Gehäuses angeordnet, und der Gehäusering mit dem Einatemstutzen ist so auf der Grundplatte montiert, dass das Reglergehäuse, am Ventil montiert, nach oben ragen muss. Das ist aber nicht optimal für die Atemarbeit. Dafür wäre es besser, das Gehäuse (eigentlich die Membran) möglichst weit unten an der Flasche und damit lungennah zu haben.
Der spanische Freund im Bild rechts hat deshalb seinen Snark III um 180° gedreht mit hängenden Schlauchstutzen montiert. Damit hat er zwar den Einatemschlauch an Backbord, was mit dem Nemrod-Mundstück aber problemlos möglich ist.

Wenn man das nicht will, kann man die Unterschale auf der Grundplatte verdrehen. Damit lässt man den Regler möglichst weit nach unten ragen, wie es für die Atemarbeit günstiger ist. Damit dreht sich aber auch das Scharnier des Membranhebels mit, sodass die beiden Hebel nicht mehr zusammenpassen. Wenn man ein neues Scharnier für den Hebel anfertigt, das man mit den Schrauben befestigt, die den Ring auf der Grundplatte halten, kann man den Regler in 60°-Schritten so verdrehen, wie es von der Lage der Anschlüsse her am besten ist.
Regler mit versetztem Hebel Halterung für Hebel Schnittmuster Hebelhalterung
Das Scharnier kann man nach obigem Schema aus dünnem Messingblech (0,5-1 mm) ausschneiden, biegen und verchromen (zur Not lackieren). Um die Höhe der Ringsicke auszugleichen, habe ich Ms-Unterlegscheiben untergelötet.
Snark III mit Injektor Beim Snark III tritt die Einatemluft durch zwei gegenüberliegende Löcher aus der zweiten Stufe in den Membranraum aus. Zumindest für ein Loch könnte man eine Injektorwirkung in Richtung Einatemschlauch erzielen, wenn man ein Leitblech in der gezeigten Form anbringt (Bild von einem anderen Bastler aus dem Netz). Das werde ich jedenfalls auch mal testen.

Rechts meine Lösung. Die Wirkung hat sich nicht als soooo stark erwiesen.

Nemrod Snark III mit Injektorblech
Tipp von Rainer L. dazu:
In der Venturidüse wird Druck in Geschwindigkeit umgesetzt. Druck hat man beim "Einstufigen" im Überfluss. Ein Mitteldruck von 4 bar reicht allerding aus, um die Luft schnell genug zu machen.
Die in Deinen Bildern gezeigten großen Leitbleche beim Snark lll vergrößern die Geschwindigkeit der Luft nicht, könnten ev. den Staudruck vor dem Stutzen veringern. Um die Venturiwirkung zu steigern, würde ich beim Snark lll die Bohrung, die nicht zum Stutzen zeigt, verkleinern. Durch die Stutzenbohrung strömt dann die Luft mit höheren Druck und damit auch höherer Geschwindigkeit.  Zum Verkleinern würde ich ein Gewinde einschneiden und mit Düsen experimentieren. Nach meiner Erfahrung
ist die Venturiwirkung allerdings eher zu stark, wenn man ein leichgängiges Ventilmundstück verwendet und man das Gehäuse nicht zum Ventilblock verdreht.
Tipp von Rainer L. zum gleichen Punkt:
Wenn man beim Snark lll das Ventilmundstück durch eines mit großen Querschnitt ersetzt, neigt der Automat zum Durchblasen. Wenn man die Bohrung (der 2. Stufe), die zum Einatemstutzen zeigt, größer bohrt, reduziert man die Strömungsgeschwindigkeit und damit den Venturieffekt, das Durchblassen tritt nicht mehr auf.

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updated: 09.11.14