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din-int-diveav.gif (12851 Byte)DIN-Anschluss für Kompaktregler
Viele Zweischlauchregler (und auch ältere Einschlaucher)  von Herstellern westlich von Deutschland sind mit INT-Anschlüssen ausgestattet. Das ist in der technischen Entwicklung begründet, und es gibt auch heute noch Gründe, um dies oder jenes besser zu finden. Um INT-Regler an DIN-Ventile anzuschließen, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Man nimmt einen der beiden hier gezeigten zusätzlichen Adapter, welchen, das hängt von der Ventilform ab. Wenn der INT-Bügel über das Ventil passt, ist der linke die einfachste Lösung. Wenn nicht, schafft man mit dem rechten den Zugang für den Bügel, was aber mehr Platz braucht.

2. Man tauscht den Anschluss am Regler gegen eine DIN-Welle aus. Das ist sicher die beste Lösung, wenn man weiß, dass man nur DIN-Anschlüsse verwenden wird. Es ist aber nicht an allen Reglern möglich, so dass dort nur die Variante 1 übrigbleibt.

Originaler DIN-Anschluss Glücklicherweise haben die Anschlussstutzen einiger weit verbreiteter Regler, wie Mistral und Derivate, der Nemrod Snark III in Var.2 u.a. die gleichen Gewinde, so dass man die eigentlich herstellerspezifischen DIN-Anschlüsse an ihnen allen verwenden kann.
Die DIN-Anschlüsse sind relativ einfach aufgebaut und bestehen nur aus wenigen Teilen, siehe Bild rechts. Heute sind sie allerdings schwer beschaffbar, weil die Tendenz doch überwiegend zu DIN geht.
Manchmal hat man aber Glück, und einer der modernen Umbau-Kits passt auch auf die alten Zweischlauchregler.
Neuer DIN-Anschluss für den Royal Mistral So ist es z.B. mit dem Umbaukit vom Mares MR12 (Kaufteil um 44 Euro), der auf die o.g. Regler passt. Aber auch der wird offensichtlich 2020 schon nicht mehr hergestellt.
Die Schrauben auf dem Reglerstutzen erfüllen bei einigen Reglern (Mistral...) zwei Funktionen, den Reglerblock im Gehäuse zu befestigen und die DIN-Welle zu halten. Wenn man das nur mit der einen Schraube machen will, muss man einen passenden Ring zwischenlegen. Beim Royal Mistral ist der Ring 3 mm dick, hat einen Innendurchmesser von 20 mm. Der Außendurchmesser ist etwa 30 mm. Man kann ihn z.B. aus Kunststoff-Plattenmaterial mit einem Kreisschneider ausschneiden. Das Innenloch macht ein Stufenbohrer (Bild rechts).
Zwischenring

Zu einer Mistral-Sonderedition von etwa 1985 von etwa 30 Stück, die aus alten Lagerteilen gebaut wurde, gehört ein 300-bar-DIN-Anschluss, der aber schwer zu bekommen sein wird (links).

Interessant, auch für den Nachbau, ist der Adapter, der für die Deutsche Marine gebaut wurde. Er hat einen HD-Anschluss, der sonst am Mistral fehlt.

Die nachfolgenden Skizzen zeigen Möglichkeiten, wie man DIN-Adapter einfach selbst herstellen kann. Man darf aber nicht vergessen, dass hier Teile unter hohem Druck stehen, was bei Defekten oder falscher Dimensionierung sehr gefährlich sein kann.
Es ist also dringend davon abzuraten, sich hier selbst zu versuchen!
Da der DIN-Anschluss so einfach aufgebaut ist, lässt er sich für Mistral/Snark III/... leicht nachbauen, u.U. ohne Gewinde drehen zu müssen, wenn man die Originalverschraubung (blau) vom INT-Anschluss verwenden kann. Die 5/8"-Schraube ist ein Kaufteil. Man muss nur das einfache (dunkelgraue) Drehteil anfertigen, in das die Originalverschraubung hart eingelötet wird, und den Ring (gelb).
Eine andere wesentliche Zweischlauchregler-Familie, die vom CG45 abstammende bis zum Royal Aquamaster führenden Regler (auch der Nemrod Snark III Var.1) sind leider etwas ungünstiger gestaltet, was die Möglichkeit für einen direkten DIN-Anschluss betrifft.
Ein Zylinder, der einen Teil der 1. Stufe enthält und einen Ring als Widerlager für den INT-Bügel hat, ist in den Reglerkörper eingeschraubt.
Wenn man den Zylinder nicht komplett ersetzen will wie beim Phoenix, bleibt nur die Möglichkeit, den DIN-Anschluss auf diesen Zylinder aufzusetzen. Das geht mit dem rechts skizzierten Teil. Die Ideenskizze ist nicht maßstabsgerecht!

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updated: 08.06.21