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Expl.-Zeichnung R22 Wartung R22 Voit-Swimaster-Kat. 1967 Tuning a Voit Trieste 2008
Umbau/Heutige Nutzung

Diving modern with vintage regs

Ich bin immer auf der Suche nach Kompaktreglern, die unter heutigen Einsatzbedingungen ohne zu große Klimmzüge genutzt werden können.
Bisher bin ich da ganz zufrieden mit dem Nemrod Snark III (2-stufiger Regler), der in seiner letzten Ausführung schon alle nötigen Ports mitbringt und dem Royal Mistral (1-stufig), der wegen seiner Schlankheit optimal gemeinsam mit einem modernen Zweitregler an einem Doppelanschluss genutzt oder durch einen kleinen Zweitregler ergänzt werden kann.

Der R22 Trieste (II) von Voit, USA (R für regulator, 2 für 2-Schlauch, 2 für 2 Stufen), fällt einem da natürlich auch ins Auge, alles dran, was man braucht und dazu noch hübsch und ungewöhnlich klein (Bild rechts).

Voit R22 Trieste2 mit Fini, Zweitregler und Inflatorschlauch
Der R22 Trieste wurde von 1966 bis 1970 produziert und hob sich deutlich von den anderen (konventionellen) Voit-Reglern ab, die bis dahin überwiegend nach Lizenzen von La Spirotechnique gebaut worden waren, außer dem Voit 50 Fathom, den man nach einem Patent direkt von Gagnan produzierte.
Einige Typen der 50 Fathom Regler stachen auch dadurch aus dem sonstigen Angebot heraus, dass die Gehäuse schon aus Plastik waren.
In der Filmserie Sea Hunt war der Held übrigens immer mit Voit-Reglern unterwegs, was den Absatz ankurbelte.
Die Marken Voit, Swimaster und AMF wurden bei diesen Reglern etwas verwirrend eingesetzt, da Voit zunächst Swimaster kaufte und später von AMF (American Machine & Foundry) erworben wurde, die dann z.B. auch Mares kauften. So wurde z.B. der Voit MR2 erst der Swimaster MR2 und dann der Mares MR2.
Voit R22J Trieste mit Reserve und HD-Port 1966 hatte jedenfalls das erste Modell des Voit Swimaster R22 Trieste zusätzlich nur einen Hochdruck-Port (HD, gegenüber dem Reserve-Anschluss, linkes Bild).
Der AMF-Voit Trieste ab 1967 kam dann mit einem HD- und einem MD-Port (rechtes Bild).
Das Label war schwarz, die Schläuche grau und das Mundstück geformt wie eine Eieruhr.
Der MD-Port ergab sich sicherlich auch aus der Produktion des R12 Titan II (siehe unten) bereits ab 1967, einem 1-Schlauch-Regler mit dem R22-Unterteil als erster Stufe.
Voit Rx2 Trieste II mit HD- und MD-Port
nur HD-Port, Reserve nur BlindstopfenHD- und MD-PortSeitenanfangDer Zusatz J beim Rx2J kennzeichnete übrigens das Vorhandensein der modularen Reserveschaltung, die man auch nachrüsten konnte. Bei Voit scheint man überhaupt schon viel von Modularität gehalten zu haben. Die Reserveschaltung war gleichermaßen auch in den Voit-Ventilen einsetzbar, und wie man die erste Stufe vom R22 weiterverwendet hat, sehen wir unten.
Für den HD-Port braucht man heute einen Adapter 3/8" auf 7/16" (übliches Fini-Schlauch-Gewinde).
Später kam dann noch der R22 Trieste II mit schwarzen Faltenschläuchen. Das Label war dann blau bzw. silber statt vorher schwarz und das Mundstück gekrümmt.
Der Rest des Reglers war bei Trieste/Trieste II gleich und ziemlich normal, ein kompensierter membrangesteuerter Regler in zwei Stufen, Entenschnabel als Ausatemventil und einem Mundstück mit Richtungsventilen.
Das erste Bild ganz oben zeigt eine individuelle Ergänzung mit einem T-Stück am MD-Port. Damit lassen sich Zweitregler und Inflator anschließen.

demontierter Voit R22 Trieste

Voit R22 Trieste Querschnitt, MD-Anschluss
Leider gibt es den Regler nur mit INT-Anschluss, wobei der Bügel fest in das Gehäuse integriert ist, sehr klein aber manchmal doch nachteilig für die Konfiguration (passt nur gut auf nach oben ragende INT-Ventile).

Explosionszeichnung des Voit R22 Trieste

1. Stufe R12, Klick vergrößert!
Schema des Ventils der 1. Stufe vom TriesteDas Ventil der 1. Stufe des Trieste II ist relativ modern aufgebaut und voll kompensiert (balanced).
Das gesamte Ventil kann als kompakte Einheit aus dem Reglerkörper entnommen werden.
Die Membrane kann man durch eine selbst geschnittene gewebeverstärkte Gummischeibe ersetzen.
Die Teile 14, 15, 16 fehlen in dem obigen Foto.

Um den Trieste II heute zu nutzen, wofür er ja wegen seiner Konfiguration ideal geeignet ist, empfehlen die Kenner einige Veränderungen.
Denen sollte man unbedingt folgen, da der Regler ohne diese wegen seiner kleinen Membran doch sehr schwer atmet.

John Ratliff (Searat) 2009 im VSS-Forum:

There are three things you can do for the Trieste to make it an excellent breathing regulator.
While I was unaware of the silicone diaphragm being available, I would hartily endorse this upgrade. I made my own diaphragm, and this measure alone made a large amount of difference. The original diaphragm had a built-in problem, in order to depress it, you needed at least a 1 inch suction pressure. The diaphragm had a molded-in "set" which required increased effort to depress the diaphragm. So this will dramatically affect the breathing.
Second, the LP nozzle is not always pointed directly down the intake hose. The set screw which keeps the nozzle from moving has too much latitude in it, and will allow the nozzle to move. So check it and make sure that it is aimed correctly.
The nozzle itself has a few problems. Set the interstage pressure, then unscrew the nozzle until you have a leak, and screw it in one-half turn. Unlike the RAM, the Trieste has the ability to adjust the nozzle for spring differentials. The second problem of the nozzle is that it lets too much air into the case. I had mine modified to block off outlet.
The final modification, because the increased venturi allowed "blow-by" through the hose system, was to put a baffle plate in the mouthpiece, like what was designed for the Healthways SCUBA Delux regulator.

Der Vollständigkeit halber noch kurz zur zweiten Stufe des Voit R12 Titan II, die gut als Zweitregler bei dem hier auch vorgestellten Umbau dienen kann.
Sie ist sehr schön klein, ganz aus Metall und kommt mit sehr wenigen Teilen aus. Das gegen den Druck dichtende Ventil wird von zwei Venturi-Bohrungen unterstützt, die zu einem großen Luftangebot führen, wenn man den Ansprechwiderstand bei einem Atemzug erstmal überwunden hat. Der Luftduschenknopf ist sehr groß, aber trotzdem verklemmsicher.
Ein interessantes Detail ist auch der Anschlussstutzen mit Ventilsitz. Der ist nämlich symmetrisch ausgeführt.
2. Stufe des R12, Explosionszeichnung
Voit R12 2. Stufe, Teile der UnterschaleWenn ein Ventilsitz defekt ist, wendet man das Teil einfach und kann weitermachen.
Die Membran ist aus Nylon, sicherlich unverwüstlich, aber (jetzt?) etwas steif.
Teile der 2. Stufe des R12


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Letzte Änderung: 09.11.14